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Montag, 11. April 2011

Missionsziele in Hübsch

Ich gestehe, ich war der bunten Würfel oder lustigen neongrünen Fähnchen auf dem Spieltisch überdrüssig geworden und sehnte mich nach passenden Missionszielen. Also durchwühlte ich mein Bitsbox und was ich noch an Gußrahmen fand und stieß auf die hübschen E-Zaunlatten und den beiden anderen technischen Geräten aus der Grundbox der 4th Edition "Battle for Macragge", die mich selbst auch wieder zurück zum Hobby geführt hatte.

Ziemlich fix waren sie dann auf eine Base gepflanzt und bemalt, auch wenn ich da nur partiell Mühe drauf angewandt habe. Etwas aufwendiger waren die römischen Buchstaben mit Energieleucht-Effekt und das Wetblending der weissblauen Zone auf dem Marker mit Antenne. Ebenso war das Anbringen der Schlingpflanzen eine durchaus fummelige Angelegenheit, die erst durch das Lackieren mit Spraylack Stabilität gewann.

Wie immer freue ich mich über Bewertungen auf: http://coolminiornot.com/276047

Hier also meine neuen Marker:






Freitag, 8. April 2011

Absorberbases aus dem braunen DNA Strang

Mir fiel dann doch auf, dass ich noch ein paar Absorberbases herumfliegen hatte und machte mich flux dran, diese zu bemalen. Viel ist zur Bemalung nicht zu sagen, wie bei meinen anderen Standard-Einheiten (aussen den Kriegern) ist es eine Mischung aus Lasieren, Tuschen (wobei das eigentlich das Gleiche ist) und Trockenbürsten, nebst gezielten manuellen Highlights.

Über eine Bewertung freue ich mich immer: http://coolminiornot.com/275839

Ohne viel weiteren Text also hier die Bilder:



Dienstag, 5. April 2011

Ein Rudel Hormaganten - Alt vs Neu

Auch wenn der April offenbar für mich sehr voll ist, habe ich es doch geschafft, in mühseliger Arbeit immer mal wieder die eine oder andere Stunde auf meine weiteren 12 Hormaganten anzuwenden.Damit wären es 28 in Summe. Sie sind nicht sonderlich spielstark, das ist wohl wahr, aber in einer großen Rotte dieser Dimension, verbunden mit Adrenalindrüsen, werden sie auch kleinen Panzern bereits gefährlich und schütteln diese ordentlich durch.


Heute also zeige ich Euch etwas aus dem grünen DNA Strang. Ihr erinnert Euch - mein Schwarm hat drei Farbschemata, die sich aber alle die gleichen wiederkehrenden Farben teilen. Da wäre also der grüne Strang, dem Hormaganten und Venatoren angehören. Dann gibt es den braunen Strang, dem Termaganten, Gargylen und Absorber zugehören. Und letztendlich den grauen Strang für den ganzen restlichen Schwarm, wobei Big Bugs ein etwas dunkleres Grau am Leib tragen als Small und Mid Bugs.

Hintergrund auf Fluff Seite ist das Zusammenführen versprengter Reste von anderen Invasionsschwärmen auf Waldwelten durch einen besonders intelligenten und taktierenden Schwarmherrscher. Mehr wird binnen weniger Wochen im Text zu lesen sein, der unter dem baldig erscheinenden Reiter "Hintergrund" kommen wird.

Benutzt habe ich bei diesen Miniaturen diverse Techniken. Die Körper sind olive grundiert, grün getuscht, dann sanft gebürstet mit verschiedenen leicht abstufenden Farben und einem grossen Trockenbürstpinsel. Danach wurden die Tiefen nochmal mit dunkelgrüner Tusche dunkel schattiert. die Chitinplatten sind über 6 Grautöne geblendet, wobei lediglich die Kanten mit einem hellen Grau , fast weiß, highlighted wurden, um Eyecatcher zu erzeugen.

Knochen und Horn ist meist sehr simpel gehalten, indem ich mit beige grundiert habe und dann über zwei Schichten Gryphone Sepia und etwas Ogryn Skin Schatten erzeugt habe.

Etwas aufwendiger sind die Bases. Ich habe kleine Dekosteine in zwei verschiedenen Größen genutzt, diese schwarz grundiert, über 2 Grautöne gebürstet und anschliessend kleine Grasbüschel vom Army Painter Jungle Tuft dekorativ platziert.

Abschliessend wurde das Ganze mit Mattlack überzogen und ist somit fertig für den Spieleinsatz. Wenn Ihr mir eine Freude machen wollt, lasst doch hier Eure Bewertung zurück:  http://www.coolminiornot.com/275527

Vergleichend hier nochmal auch ein Bild eines meiner ersten Hormaganten vor 8 Monaten. Die aktuellen Viecher seht ihr links und rechts dieses Artikels.

 
Hormagant, direkt nach meinem Wiedereinstieg ins Malen

Großaufnahme, damals war ich stolz...

Sonntag, 13. März 2011

Tyranidenkrieger - Endlich sind alle 9 fertig!

Endlich hatte ich die Muße, mich durch meine Tyranidenkrieger durchzupinseln. Wieso das so lange gedauert hat? Naja, man setzt sie kaum noch ein und daher hatte ich wenig Antrieb, sie zu bemalen. Nun ist aber diese Hürde genommen und mit Hormaganten (die ich durchaus in Masse und mit Adrenalin, also mehr als 25, spiele) geht es an meinem Pinseltisch weiter.

Über Anmerkungen in den Kommentaren freue ich mich sehr.

Wie ihr seht, habe ich an den Bases einiges gemacht, es ist nicht mehr das pure Gras, sondern mehr ein steiniger Boden mit einigen Grasflecken und anderen optischen Aufhellungen. Beim Gras wurde mir oft ein Look vorgeworfen, der zu sehr an Modelleisenbahn erinnert.

Kommentarlos nun zeige ich Euch Bilder des Alphakriegers (die monströsen Klauen sind meine Interpretation der Hornschwerter), Bilder der Krieger mit Neuralfresser und am Ende noch ein Gruppenbild von allen zusammen. 



Donnerstag, 17. Februar 2011

Imperial Fists - Ein kleines Geschenk

Vor einigen Wochen sortierte ich meine Box mit allerlei Miniaturen. Dabei stieß ich auf Space Marines der 4th Edition Grundbox. Da ich weiß, dass ein guter Freund von mir, Fhal aus dem Administratum, den ich schon seit vielen Jahren kenne, irgendwann auch mal Imperial Fists spielen will, dachte ich mir, sie Ihm zu Geschenk zu machen.

Heute, ich bin krankgeschrieben, hatte ich die Nase voll vom Tervigon-Modden oder Tyraniden-Bemalen: Also musste etwas anderes her. Nun nahm ich die Space Marines in die Hand und wusste sofort, weswegen ich fast jede Farbe aus dem gelb/orange/rot Spektum hassen gelernt habe. Die Citadel Farben dazu kann man direkt ungeöffnet in die Tonne werfen, da deren Deckverhalten unverhältnismässig viele Schichten benötigt. Also griff ich zu Vallejo und Ral Partha und war gleich wesentlich zufriedener.

Nach einer weissen Grundierung schichtete ich Vallejo Bald Moon Yellow, tuschte mit Citadel Ogryn Skin und arbeite nach und nach mit einer wilden Mischung von Ral Partha, P3 und Vallejo Farben die Details heraus.

Der Farbauftrag im gelben Bereich ist nach wie vor zu dick, aber ich habe bei dieser Miniatur gelernt, was zu beachten ist. Immerhin ist es mein erster Marine gewesen und meine erste vollgelbe Miniatur. Bei den Schatten hat mir das gute alte Citadel Flesh Wash gute Dienste geleistet.

Nach und nach werde ich also diese Marines bemalen und hoffen, dass mir nicht wieder ein Unglück mit einem Staubsauger und einem übereifrigem Base-Absaugen geschieht. Dieses Mal hat er nur die Base gefressen, was sich ja wieder gut herrichten lässt..

Letztendlich wird diese Einheit hierbei rauskommen. Nebenbei gesagt, auch ein gutes Killteam für kleine Spiele:

***************  1 Standard  *************** 

Taktischer Trupp
10 Space Marines
- Flammenwerfer
- Raketenwerfer
+ Upgrade zum Sergeant
   - 1 x Plasma-Pistole
   - 1 x Energiewaffe
 - - - > 200 Punkte


Gesamtpunkte Space Marines : 200

Samstag, 5. Februar 2011

Bilder & How To: Aztekenpyramide von Grendel

Wieder kann ich Euch etwas präsentieren, dieses Mal ist es ein Geländestück von Grendel aus Resin. Vom Guß her war das gesamte Teil eine schlichte Unverschämtheit...was an Green Stuff verarbeitet wurde und auf den Innenseiten an Klebern hängt, darf man niemandem verraten.

Die Pyramide wurde weiss spraygrundiert, mit einem dunklen Braun von Ral Partha grundiert, über Ral Partha Foxbrown zu Citadel Snakebite Leather zu Ral Partha Dark Sand gebürstet, jeweils mit immer weniger Druck, damit nur noch die Höhen den Akzent kriegen.

Anschliessend habe ich bestimmte Ecken mit Citadel Ogryn Flesh und Citadel Devlan Mud getuscht, eher getupft, um den Eindruck der Verwitterung noch zu stärken.

Die Runen/Linien sind für die orangenen mit zuerst Citadel Blood Red, dann mit Vallejo Pale Moon Yellow gebürstet, die blauen mit Citadel Regal Blue grundiert, dann mit Citadel Ice Blue gebürstet.

Wenn mich das nächste Mal die Lust auf Gelände packt, wird die Pyramide noch auf eine Base gestellt, die Base gesandet/begrast und mit Plastikpflanzen aus dem Aquaristikbedarf bepflanzt.

Sonntag, 30. Januar 2011

Bilder & HowTo: Tyranidenkrieger mit Säurespuckern

Ohne große Umschweife präsentiere ich Euch heute die vor wenigen Tagen fertig gestellten Tyranidenkrieger mit Säurespuckern. Da die Miniaturen seit längerem auf die nackten Bases geklebt waren, konnte ich sie nicht mehr lösen, um die Base ordentlich zu gestalten, ohne sie zu beschädigen. Daher gibt es hier nur den normalen Graslook.

Die genutzten Farben sind die gleichen wie eh und je, daher - tadaa - hier sind sie zum beschauen, bestaunen und kommentieren






Donnerstag, 27. Januar 2011

Landungssporen - got ya, Bitch!

Ich verkünde voller Stolz, dass ich das Lackierproblem meiner Plasma Hatcher aka Tyranid Drops Spores endlich im Griff habe. Des Rätsels Lösung war im hiesigen LIDL zu finden und heisst Baufix Klarlack...

Hier erzählte ich ja schon voller Stolz, dass ich meine erste Landungsspore bereit habe. Und dann erzählte ich euch hier, dass ich verzweifle. Aber nun, jetzt, da bin ich sicher, dass allerhöchstens WW III den Lack wieder runterkriegt!

Wie bin ich vorgegangen?
  1. Plasma Hatcher im heissen Wasser mit Reinigungsmilch waschen
  2. Trocken lassen
  3. Eine Schicht Baufix Klarlack
  4. Eine Schicht Citadel Chaos Black Spray
  5. Die übliche mehrschichtige Bürst- und Tuschbemalung, wie hier beschrieben
  6. Eine Schicht Baufix Klarlack
  7. Eine Schicht Army Painter Matt Varnish
Ich will dann hoffen, dass in 4 Wochen nicht wieder die Farbe knisternde Geräusche von sich gibt und abplatzt.... aber, ich bin zuversichtlich! 

Das Endergebnis ist optisch nicht sonderlich vom ersten zu unterscheiden, daher gibt es hier nur eine Wiederholung des bereits gezeigten Bildes


Sonntag, 23. Januar 2011

Das Leid mit den Landungssporen....

Vor kurzem erst habe ich Euch berichtet, wie schwer es war, die Farben auf den Plasma Hatcher Eiern, die ich für Landungssporen nutze, zum Haften zu kriegen, nicht wahr?

Mit dem letzten Ergebnis war ich recht zufrieden und hatte sogar Bilder davon gezeigt. Heute früh nehm ich nochmal das "Ei" in die Hand und begutachte es und was höre ich in dem Moment? Ein verräterisches Knistern!

Ich nehme also die Landungsspore in die andere Hand und sehe sie mir genau an. Was habe ich prompt in der vorherigen Hand? Abgeblätterte Farbe. Also sehe ich mir das Ei skeptisch an und finde an vielen Stellen sich wellende Farbe, im Begriff weiter abzuplatzen.

Es ist zum Mäuse melken - was mache ich falsch?

Dienstag, 18. Januar 2011

Bilder & How To: Biovoren

Wieder ein paar Miniaturen aus meiner Feder und ich muss gestehen, mittlerweile bin ich recht zufrieden mit meiner Pinselführung. Sicher gibt es noch einiges zu verbessern und zu lernen, aber das ist schließlich der normale Weg des Lebens in allen Belangen.

Die Biovoren gehören zum "grauen" DNA Strang meines Seitenastes des Schwarmes. Die Technik des Bemalens ist sehr ähnlich zu der des Carnifex, näheres findet Ihr dazu hier und hier.

Der einzige Unterschied ist, dass die Farben etwas milchiger benutzt wurden und daher weichere Übergänge erzeugt haben. Das letzte Highlight auf den Chitin-Schuppen ist eine 1:2 Mischung aus Citadel Goblin Green und Citadel Rotting Flesh.

Ein Unterschied zu den anderen Miniaturen ist bei den Bases zu finden. Da ich hingewiesen wurde, dass meine Grasbases etwas zu langweilig wären, auch wenn bereits Steinchen und andere Kleinteile eingemengt sind, habe ich mir etwas Gedanken gemacht, wie ich sie passend zu den Schwarmfarben gestalten kann.

Ich habe dazu Steinchen aus dem Bastel/Dekobedarf genommen, sie auf die Bases geklebt mit Ponal Bastel/Holzleim, dann die Base schwarz gesprüht und die Steine zuerst mit einem mittlerem Grau stark gebürstet und anfolgend mit einem hellem Grau leicht gebürstet. Die Stellen, an denen die Miniatur auf die Base aufsetzte, musste ich mit etwas Kunstgras kaschieren, damit die Klebestellen nicht auffallen. Ich habe zwei verschiedene Steingrössen benutzt, finde aber nun die größeren effektvoller.




Donnerstag, 13. Januar 2011

Bilder & How To: Tyraniden Landungskapsel

Wie ich in einem vorherigem Artikel geschrieben hatte, kaufte ich die Plasma Hatcher Eier, um meine Landungssporen zu symbolisieren. Dass ich grössere Probleme haben würde, sie zu bemalen, geschweige denn die Grundierung überhaupt zum Haften zu kriegen, hätte ich nicht gedacht...

Mein erster Versuch war das Auftragen des Citadel Chaos Black Sprays direkt - nein, half nicht, die Farbe splitterte ab. Dann wusch ich die Eier und besprühte sie zuerst mit Army Painter Matt Varnish, um danach genanntes Citadel Chaos Black aufzutragen. Wieder das gleiche Ergebnis, die Farbe splitterte ab.

Letztendlich habe ich sie in heissem Wasser mit Scheuermlich abgerieben, eine halbe Stunde einwirken lassen und danach mit einem Epoxitlack aus dem Baumarkt angesprüht, bevor ich mit Citadel Chaos Black Spray in schwarz grundierte. Das wollte nun endlich halten. Ich bin etwas verwundert, weil andere davon berichteten, dass ihre Citadel Grundierung ohne weiteres hielt, selbst ohne waschen. Ich kann also nur annehmen, dass die Zusammensetzung des Plastiks sich geändert hat oder das Plastik deutlich mehr gefettet ist.

Anfolgend bürstete ich die Eier mit folgenden Schichten schlicht trocken:
  • Erste Schicht: Ral Partha Olive
  • Zweite Schicht: Ral Partha Forest Green
  • Dritte Schicht: Citadel Goblin Green
  • Vierte Schichte: Citadel Rotting Flesh
Jede Schicht wurde mit etwas weniger Druck aufgetragen, so dass die helleren Bereiche immer weniger wurden.

Danach trug ich großflächig verdünntes Citadel Thraka Green als Tusche auf. Die organischen runden Stellen, die Gehirnwindungen ähneln, habe ich mit Citadel Skull White grundiert, sie mit Citadel Leviathan Purple getuscht und die dominanten Windungen mit Citadel Tentacle Pink highlighted.

Bilder finden sich links und rechts dieses Artikels. Letztendlich war der gesamte Zeitaufwand pro Spore ungefähr 25 Minuten, Trockenzeiten nicht eingerechnet. Quick & Dirty, aber effektvoll und vollkommen zureichend, da der Guß der Eier eh nicht sonderlich genau und detailliert ist...


Dienstag, 11. Januar 2011

Miniaturen-Bemalungstips II: Grundieren

Bei der Grundierung gibt es mehrere Dinge zu bedenken und zu beachten.

Als allererstes ein Hinweis:
Grundierung ist keine Farbe an sich, sondern nur eine Schicht zur Farbhaftung!

Auch eine weisse Grundierung muss nicht deckend bis reinweiß sein! Das kommt danach!


Ob man nun schwarz oder weiß grundiert, hängt viel von dem beabsichtigten Farbschema ab und der Art, wie man malt. Will man durch Lasiertechniken bemalen, ist die weiße Grundierung fast obligatorisch. Will man hingegen mit Bürst-Techniken und/oder Layering bemalen, empfiehlt sich eine schwarze Grundierung. Wobei auch das nicht der letzte Weisheit Schluß ist.


Bei den Chitinplatten meiner Tyraniden arbeite ich mit weisser Grundierung, aber anfolgendem Layering nebst Lasieren. Es gibt also keine echte letzte Weisheit an sich.

Helle Farbschemata sollten nur weiß grundiert werden, dunkle nur schwarz. Die Grundierung hat Einfluss auf die oberliegenden Farbschichten. Ist sie weiß, werden die Farben strahlend, aber kalt. Ist sie schwarz, werden die Farben etwas abgedunkelt, aber satter.


Wie grundiert man nun "richtig"? Wie bei allen Bemalungen gilt hier: Dünn!


Sprühgrundiert man, kann man die Miniatur an der Base zB mit einer Zange greifen, am ausgestreckten Arm von sich weghalten und in einem gut belüfteten Raum (oder direkt draußen) mit
kurzen, kontrollierten Sprayern aus ca. 20 cm Entfernung besprühen. Dabei dreht und wendet man die Miniatur, so dass man alle Seiten erwischt.

Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung eines Kartons, in dem man die Miniaturen aufstellt, einsprüht, trocknen lässt, dreht, einsprüht, trocken lässt und so weiter.


  • Vorteil: Mehrere Miniaturen auf einmal werden fertig   
  • Nachteil: Man erwischt meist nicht die innenliegenden Bereiche und Segmente
Das gilt für Spraygrundierungen aller Art.

Pinselt man die Grundierung auf, gilt auch hier, dass die Farbe dünn sein muss. Mehr als eine milchige Schicht braucht es nicht. Vorsicht vor Blasenbildung bei derartig dünnen Farben. Diese sollten mit der Pinselspitze verstrichen werden, wenn die Farbe noch dünn ist.


Ich habe die beste Erfahrung mit einer zweischichigen Sprühgrundierung gemacht. Dabei nebele ich die Miniatur zuerst in Schwarz, dann in weiß ein. Die entstehende Grundierung ist mehr als dünn und eher ein deckender nebliger Schleier.


Diese Doppelschicht hat folgenden Vorteile:


Ich kann mich entscheiden, ob ich durch Layering Ebenen bemalen möchte und das innerste (also im Schatten liegende) freilasse und so den dunklen Ton dort behalte (und in anfolgend durch Lasieren coloriere) oder ob ich eine Schicht Weiss/HellesBeige/Helle Farbe X aufziehe und dann mit Lasieren generell auf der Ebene arbeite. Ein Nacharbeiten, sei es Aufhellen oder Abdunkeln, entfällt. Gerade diese Nacharbeiten sind oft fehleranfällig.


Nicht mit Doppelschichten arbeiten sollte man im Fall eines sehr hellen Schemas (zB Deathwing Terminatoren, helles Tau-Schema, etc)


Kommentare, Kritik und Fragen sind willkommen!

Donnerstag, 6. Januar 2011

Miniaturen-Bemalungstips I: Vor dem Bemalen!

Auch vor dem Bemalen gibt es Dinge zu tun, wenn man gute Ergebnisse erzielen will.

Dabei gibt es zwei wichtige Schritte und ein paar Gedanken, die man sich machen sollte.

A) Waschen
Miniaturen sind, wenn sie aus der Guß-Form kommen, etwas eingefettet, damit sie sich dort besser lösen lassen. Dieses Fett verhindert, dass Farben oder Kleber gut halten (vor allem Kleber auf Zinn Miniaturen kann ein Graus dann sein).

Packt einfach die Gußrahmen in warmes, aber nicht zu heisses Wasser mit etwas Spülmittel und reibt sie sanft ab. Bei Zinnminiaturen kann man auch gut mit einer weichen Bürste ran. Kalt abspülen, trocken lassen, Fertig!

Schon ist man Staub und Fett los. Vorsicht bei Resin, das wird weich im zu warmen Wasser!

B) Entgraten!
Nichts ist hässlicher als Gußgrate, die beim Bemalen deutlicher werden. Vor allem Trockenbürst-Techniken lassen diese feinen Linien gut rauskommen. Gußgrate sind die kleinen Linien entlang den Miniaturen. Diese entstehen beim Guß (wie der Name schon sagt) und sind die Stelle, wo die beiden Gußformen aneinander liegen.

Am Besten wird man derer mit Schleifpapier (800er - 1200er, handelsüblich aus dem Baumarkt) los. Natürlich müssen auch die Stellen, an denen die Bauteile im Rahmen hingen, entsprechend abgefeilt und geschliffen werden. Bei Zinn kann man sogar zu einer kleinen Handfeile aus dem Bastelbedarf greifen, muss dann nur vorsichtig sein.

C) Gedanken
I) Einzeln bemalen oder Zusammenkleben?
Gerade, wenn man Magnetisieren möchte, ist es ratsam, die Teile, die dann getrennt sind, einzeln zu bemalen und sie natürlich nicht anzukleben. Aber auch im Fall dessen, dass man Teile hat, die nach dem Zusammenkleben schwer zugänglich sind, sollte man diese Teile einzeln bemalen und erst danach aufkleben. Bemalungslücken, die dann entstehen, müssen natürlich nachbearbeitet werden.

II) Waffen aufbohren
Bei grossen Waffen mit runden Mündungen empfiehlt sich, die Rohre mit einem Handbohrer aus dem Bastelbedarf aufzubohren. Sieht gleich viel besser aus!

III) Lücken schliessen
Oft genug sind Güße etwas schief oder verzogen und müssen nach dem Kleben gefüllt werden. Dazu nimmt man Green Stuff oder auch Kneadadite genannt und füllt die Löcher. Zum Verarbeiten sollte man befeuchtetes Werkzeug nehmen, da diese Zweikomponenten Knete sehr klebt und das durch die Feuchtigkeit etwas behoben wird.

Ein Tip an dieser Stelle: Wer Probleme hat, Zinn zum Zusammenkleben zu bringen und keine Lust auf Stiften hat, sollte die Klebstellen mit etwas Green Stuff auskleiden und erst dann Sekundenkleber auftragen. Wenn das einmal ausgehärtet ist, kenne ich weniges ausser roher Gewalt, was die Klebstelle noch trennen kann.


Fragen, Kommentare und Kritik sind wie immer willkommen!

Montag, 27. Dezember 2010

Gelände: Abgestürztes Aquila-Shuttle

Da ich etwas Abwechslung brauchte von den ganzen Käfern, nahm ich mir die Geländestücke, die in der vierten Editions-Grundbox dabei waren. Der abgestürzte Aquila. Games Workshop sieht Ihn in grau und rot vor, ich habe eine leichte Aversion gegen die Ultramarines, also würde er die Farben tragen, jedoch dunkler, da ich den Anschein einer Wracks erwecken wollte.

Für mich war es vom Malaspekt her die Gelegenheit, mehrere Dinge auszuprobieren:
  • Reines Weiss
  • Feuchtes Überbürsten
  • Pigmente
  • Schattierung von Metalloberflächen
Alle Geländestücke wurden wie folgt erstellt:
  • Grundierung via Citadel Chaos Black Spray
  • Grundfarbe des Chassis: Citadel Regal Blue
  • Stark gebürstet mit Citadel Shadow Grey
  • Kanten leicht gebürstet mit Citadel Ghostly Grey
  • Getuscht mit Citadel Asurmen Blue

Alle Details sind wie folgt gemacht:
  • Nieten , Luftauslässe, etc: P3 Dark Grey basiert, Citadel Boltgun Metal (und in den Tiefen etwas auslassend) aufgetragen, Highlights mit Citadel Mithril Silver
  • Düsen, Ventile,Adler etc: Grundiert mit Citadel Dwarfen Bronze, Highlights mit abgedunkeltem Citadel Shining Gold bis hin zu reinem Citadel Shining Gold
  • Reinweisse Flächen: Grundiert mit Citadel Foundation Astronomican Grey, mehrfach mit dünnen Schichten Citadel Skull White aufgetragen, bis es wirklich reinweiss war. Das gelang mir allerdings nicht so gut, die Farbe muss noch dünner werden.
  • Leitungen, etc: Grundiert mit Citadel Foundation Astronomican Grey, schattiert mit Citadel Badab Black Tusche.
  • Maschinenkammer: Wie oben beschrieben für das Chassis, getuscht mit P3 Armour Wash. Diese Farbe hat Metallpigmente, eignet sich daher für solche Breiche ideal
  • Gefechtsschäden: Risse nachgezogen mit Citadel Chaos Black, Innenseiten mit Citadel Boltgun Metal, Highlight mit Citadel Mithril Silver, die Innenlinie getuscht mit P3 Armour Wash.
  • Weathering: Unsauberes Bürsten mit Citadel Ghostly Grey, Tuschen mit Citadel Badab Black
  • Schlamm, Dreck: Eine Mischung aus Vallejo Brown Iron Oxide und Vallejo Dark Slate Grey Pigmenten (1:1), Citadel Varnish und Wasser (1:1), aufgetragen mit einem alten Pinsel und gebürstet mit einem Sandbeige von Ral Partha, dessen Namen ich nicht weiss, weil der Papierdeckel abging.
  • Boden: Genau so mit Citadel Chaos Black gesprayed, feucht gebürstet mit Citadel Ghostly Grey, getuscht (unregelmässig) mit Citadel Gryphone Sepia, Citadel Ogryn Flesch und Citadel Badab Black. Anfolgend mit der gleichen Technik mit Schlamm- und Dreckflächen versehen wie zuvor beschrieben.







Montag, 29. November 2010

Bilder & How To: Carnifex & Absorberschwärme

Es sind einige Tage ins Land gegangen, in denen ich mit anderen Sachen beschäftigt war, aber letztendlich kann ich Euch nun den Carnifex, von dem ich vor gewisser Zeit berichtete und ein paar Absorberschwärme, zeigen.


Wie der Körper des Carnifex entstanden ist, habe ich ja bereits beschrieben. Nicht viel anders wurde auch an den Sensenklauen gearbeitet. Die Farbgebung ist die gleiche.  Bei den eigentlichen Sensen habe ich mich am Wet Blending vesucht, was die obersten Schichten betrifft. Es ist mir nicht ganz gelungen, aber immerhin ein Fortschritt zu einer neuen Technik.

Farbschichten Sensen:
  • Basisfarbe: Citadel Bleached Bone
  • Tuschen gesamt mit Citadel Gryphone Sepia
  • Vertiefungen mit Citadel Ogryn Flesh
  • Vordere zwei Drittel mit leicht verdünntem Citadel Bleached Bone
  • Vorderstes Drittel mit Citadel Skull White
  • Die beiden letzten Schichten habe ich Nass-In-Nass gearbeitet und dabei versucht, die Übergänge ineinander über zu ziehen
Die Zunge hat noch einen letzten Übergang bekommen. Zuerst eine verdünnte Schicht Citadel Hawk Turqoise, dann eine 1:1 Mischung aus genannter Farbe und Citadel Ice Blue. Die letzte Ebene ist ein milchiges Citadel Ice Blue.

Die Absorberschwärme sind mit deutlich weniger Aufwand gemacht worden, jedoch auch mit dem Anspruch etwas her zu machen. Während der Carnifex dem "grauen" DNA Strang entstammt, sind die Absorber, wie auch später Gargylen und Termaganten aus dem "braunen" Strang.

Die Chitinplatten sind ganz ähnlich wie beim Carnifex von Ral Partha Olive mit Hilfe von Tuschen zu Citadel Goblin Green hochgearbeitet. Ja, aufmerksame Leser haben es schon bemerkt. Citadel Goblin Green, nicht mehr eine 1:3 Mischung aus Ral Partha Colonial Green und Citadel Rotting Flesh. Der neue Farbton ist etwas weicher im Übergang und passt gut ins Schema. Zudem muss ich Ihn nicht mischen, was auch ein Vorteil ist.

Zähne, Klauen etc sind mit Citadel Skull White grundiert, mit Citadel Bleached Bone etwas abschattiert und im Übergang mit Citadel Gryphone Sepia gestaltet. Offenliegende Muskulatur ist mit Citadel Bleached Bone grundiert, mit Vallejo Rojo Red Ink (verdünnt) getuscht, mit Citadel Vomit Brown highlighted.

Die Körper sind selbst mit Citadel Bleached Bone grundiert, dann mit verdünnter Citadel Flesh Wash getuscht. Um nicht immer den gleichen Farbton zu haben, habe ich hier und da unter das Wash noch eine dünne (!) Schicht Citadel Gryphone Sepia oder Citadel Ogryn Flesh oder Citadel Devlan Mud gezogen. Einfach, aber effektvoll und zureichend für Standard-Truppen in dieser Größe.

Die Zungen sind mit Citadel Skull White grundiert, gesamt mit Citadel Asurmen Blue getuscht und auf den Unterseiten und Vertiefungen mit Citadel Leviathan Purple bearbeitet.

Den schützenden Finish erzeugt eine Schicht von Army Painter Matt Varnish.

Traut Euch ruhig, zu fragen, wenn Ihr etwas wissen wollt und nutzt am Besten die Kommentarfunktion weiter unten! Mehr Bilder findet Ihr wie immer in der Galerie..

Montag, 8. November 2010

Wie halte ich meine Farbe flüssig?

Auf die Suche nach der Antwort dieser Frage kamen mir natürlich die üblichen Einfälle: Schütteln, Rühren, etwas Wasser oder besser Acrylverdünner ins Pöttchen - alles kein Problem. Aber wie schaffe ich es, dass die Farben richtig durchgerührt sind?

Ein Freund und echter Malermeister, den ich hier nett grüssen möchte und seine Miniaturengallerie linken möchte, gab mir den Tip von Agitatorkugeln. "Was issn denn dat?" fragte ich natürlich.

Es handelt sich also um kleine Metallkugeln, die man in den Farbpott gibt und wenn man diesen schüttelt erzielt man weit aus bessere Mischergebnisse, da alle Bestandteile der Farbe gut im Pott vermengt werden. Heute sage ich: "Never leave home without it!"

Als kleines Schmankerl noch oben drauf, präsentiere ich Euch einen meiner Tyranidenkrieger - nun mit Base und mit mehr "Drama" auf der Waffe, wenn ihr versteht, was ich meine...

Ein Carnifex wird geboren - Teil 1 (WIP)

Heute will ich Euch davon berichten, wie mein erster Carnifex das Licht der Welt erblickt.

Die gesamte Miniatur wurde dünn weiss via Citadel Skull White Spray grundiert.

Chitin:
Mit Ral Partha Olive habe ich das Chitin erstmal generell bemalt, dann großflächiges Tuschen mit Citadel Thraka Green. Die Schatten wurden mit verdünnter Vallejo Dark Green Ink aussen und unverdünnter Ink innen gemacht. Das erste Highlight wurde dann auf die im ersten Tusch-Schritt bearbeiteten Platten wieder mit Ral Partha Olive aufgetragen. Etwas weiter herabgesetzt beginnt eine dünne Schicht Ral Partha Colonial Green. Das letzte Highlight wurde mit einem Mix aus 1:3 von Ral Partha Colonial Green und Citadel Rotting Flesh gemacht.
 
Die Struktur auf der obersten Platte wurde mit genannten Grüntönen und Tuschen aufgehellt bzw abgedunkelt. Das harte Highlighting ist Citadel Rotting Flesh.

Körper:
Die Basisfarbe ist Citadel Ghostly Grey, die nach dem Trocknen großzügig mit leicht verdünntem Citadel Badab Black getuscht wurde. Nach dem Trocknen wurden die Tiefen nochmal gezielt wiederum mit unverdünntem Citadel Badab Black getuscht, die Highlights über Citadel Fortress Grey zu Citadel Ghostly Grey (an den Rippen) gearbeitet.

Das Rot der Atmungsmembranen ist vorsichtig aufgetragenes Vallejo Red Ink

Hier bin ich noch nicht zufrieden und werde dort weiter arbeiten.

Hörner, Klauen, Dornen, Sensenklauen:
Erste Farbschicht ist hier Citadel Bleached Bone, das mit Citadel Gryphone Sepia getuscht wurde. Mit verdünntem Citadel Ogryn Skin wurde das hintere Fünftel abgedunkelt und die Verbindungstelle zum Körper erhielt eine Schicht Citadel Devlan Mud. Als letzte Schicht nahm ich etwas verdünntes Citadel Skull White und habe den Pinsel so geführt, dass die Bewegung an den entfertesten Spitzen endete, sich da also auch die meiste Farbe absetzte.



Als nächstes stehen Zähne, Maul, Stacheln und ganz viel Kleinzeug an. Mehr Bilder, wenn er gereift ist. Weitere Bilder des Fex seht ihr in der Galerie.